Wärmepumpenstrom vergleichen – Spezielle Tarife für Hausbesitzer
Wärmepumpen sind effizient und umweltfreundlich – aber sie verbrauchen erheblich mehr Strom als normale Haushaltsgeräte. Deshalb gibt es spezielle Wärmepumpen-Stromtarife mit deutlich günstigeren Kilowattstunden-Preisen. Dieser Ratgeber erklärt, wie diese Tarife funktionieren und wie Sie den besten finden.
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Was ist ein Wärmepumpenstromtarif?
Ein Wärmepumpenstromtarif ist ein spezieller Stromtarif mit einem reduzierten Arbeitspreis für Strom, der ausschließlich für die Wärmepumpe genutzt wird. Möglich wird das durch einen zweiten Stromzähler speziell für die Wärmepumpe (oder einen Zweirichtungszähler), der vom Netzbetreiber genehmigt werden muss.
Das Besondere: Der Netzbetreiber hat das Recht, die Wärmepumpe in Spitzenlastzeiten kurzzeitig abzuschalten (in der Regel max. 2 Stunden am Stück und maximal 6 Stunden täglich). Als Gegenleistung erhalten Wärmepumpenbesitzer einen deutlich günstigeren Strompreis – oft 20–30 % unter dem normalen Haushaltsstrompreis.
💡 Das lohnt sich besonders, weil:
- Wärmepumpen haben einen hohen Jahresverbrauch von 3.000–10.000 kWh
- Jeder gesparte Cent pro kWh summiert sich auf 30–100 € Ersparnis pro Jahr
- Kurze Abschaltungen sind für die meisten Gebäude irrelevant (Pufferspeicher)
Wärmenachtstrom: Das ältere Konzept
Vor der modernen Wärmepumpen-Ära gab es "Wärmenachtstrom" (auch "Nachtspeicherstrom"): Günstigerer Strom in den Nachtstunden (22–6 Uhr), zu dem Nachtspeicherheizungen ihre Wärme aufnahmen. Dieses Modell existiert noch, ist aber durch moderne Wärmepumpen-Tarife weitgehend ersetzt worden.
Wenn Sie noch eine Nachtspeicherheizung betreiben: Diese ist in der Regel sehr ineffizient und teuer. Ein Umstieg auf eine moderne Wärmepumpe ist in den meisten Fällen wirtschaftlich sinnvoll.
Voraussetzungen für Wärmepumpenstrom
| Voraussetzung | Details |
|---|---|
| Zweiter Zähler | Separate Zähleranlage für die Wärmepumpe (durch Elektrofachbetrieb installieren lassen) |
| Netzbetreiber-Genehmigung | Der Netzbetreiber muss die Abschaltmöglichkeit genehmigen und einen Steuerempfänger installieren |
| Wärmepumpe | Luft-, Erdwärme- oder Grundwasserwärmepumpe – alle Typen sind förderfähig |
| Pufferspeicher (empfohlen) | Empfehlenswert, damit Abschaltzeiten durch gepufferte Wärme überbrückt werden |
Wie viel können Sie sparen?
Das Einsparpotenzial hängt stark vom Wärmepumpenverbrauch und dem Preisunterschied zwischen normalem Haushaltsstrom und Wärmepumpenstrom ab. Ein Beispiel:
Beispielrechnung (4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe):
- Wärmepumpenverbrauch: 5.000 kWh/Jahr
- Normaler Haushaltsstrompreis: 33 ct/kWh → Kosten: 1.650 €/Jahr
- Wärmepumpenstrompreis: 24 ct/kWh → Kosten: 1.200 €/Jahr
- Ersparnis: 450 €/Jahr
Tipps beim Vergleich von Wärmepumpenstromtarifen
- Vergleichen Sie den Arbeitspreis für Wärmepumpenstrom separat vom Haushaltsstrom
- Achten Sie auf die maximalen Abschaltzeiten (gesetzlich max. 3×2 Stunden/Tag)
- Prüfen Sie, ob der Anbieter auch Ökostrom für die Wärmepumpe anbietet
- Berechnen Sie die Gesamtkosten (Haushaltsstrom + Wärmepumpenstrom)
- Manche Anbieter bieten Kombitarife für Haushalts- und Wärmepumpenstrom an
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